Der Himmel, der ist … (EG 153)

1. Der Himmel, der ist, ist nicht der Himmel, der kommt, wenn einst Himmel und Erde vergehen.

2. Der Himmel, der kommt, das ist der kommende Herr, wenn die Herren der Erde gegangen.

3. Der Himmel, der kommt, das ist die Welt ohne Leid, wo Gewalttat und Elend besiegt wird.

4. Der Himmel, der kommt, das ist die fröhliche Stadt, und der Gott mit dem Antlitz des Menschen.

5. Der Himmel, der kommt, grüßt schon die Erde, die ist, wenn die Liebe das Leben verändert.

Kurt Marti hat sein zweistrophiges Gedicht von 1963 im Jahr 1970 zum fünfstrophigen Gemeindelied ausgebaut.

Ungewöhnlich an dem Lied ist, dass es keine Anrede an Gott ist (Gebet, Lob, Dank), auch keine Aufforderung an die Gemeinde, sondern aus einfachen Aussagesätzen besteht.

Außerdem allerdings ist es – was auch nicht typisch für die Mehrzahl der Kirchenlieder ist – in die Zukunft gerichtet. Mit seinem Bezug auf Offenbarung 21 ist es sogar ausgesprochen eschatologisch. Die Gegenwart interessiert zunächst nur so weit, wie sie sich von der Zukunft, die kommt, unterscheidet. Doch in der 5. Strophe wird angedeutet, wie diese Zukunft schon in unsere Gegenwart hineinleuchten kann.

Improvisation auf der Orgel St. Jakobi in Lübeck und nachfolgender Gesang (mit Textbändern zum Nachvollzug des Textes)

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