Jesus, meine Zuversicht (EG 526)

Es ist ein Jesus-Lied, das von inniger Verbundenheit mit Jesus spricht. Darin mag es uns modernen Menschen fremd sein. Ansprechend scheint mir die konkrete Glaubenshoffnung, wie sie sich etwa in der fünften Strophe ausspricht:

 Dieser meiner Augen Licht wird ihn, meinen Heiland, kennen,
ich, ich selbst, ein Fremder nicht, werd in seiner Liebe brennen;
nur die Schwachheit um und an wird von mir sein abgetan.

Es klingt darin der „neue Himmel“ und die „neue Erde“ der Offenbarung des Johannes an, in der auch ein neuer Mensch ohne all die Schwächen und Fehler, die uns bedrücken, sein wird.

1. Jesus, meine Zuversicht
und mein Heiland, ist im Leben
Dieses weiß ich; sollt ich nicht
darum mich zufrieden geben,
was die lange Todesnacht
mir auch für Gedanken macht?

2. Jesus, er mein Heiland, lebt;
ich werd auch das Leben schauen,
sein, wo mein Erlöser schwebt;
warum sollte mir denn grauen?
Lässet auch ein Haupt sein Glied,
welches es nicht nach sich zieht?

3. Ich bin durch der Hoffnung Band
zu genau mit ihm verbunden,
meine starke Glaubenshand
wird in ihn gelegt befunden,
dass mich auch kein Todesbann
ewig von ihm trennen kann.

4. Ich bin Fleisch und muss daher
auch einmal zu Asche werden;
das gesteh ich, doch wird er
mich erwecken aus der Erden,
dass ich in der Herrlichkeit
um ihn sein mög allezeit.

5. Dieser meiner Augen Licht
wird ihn, meinen Heiland, kennen,
ich, ich selbst, ein Fremder nicht,
werd in seiner Liebe brennen;
nur die Schwachheit um und an
wird von mir sein abgetan.

6. Was hier kranket, seufzt und fleht,
wird dort frisch und herrlich gehen;
irdisch werd ich ausgesät,
himmlisch werd ich auferstehen.
Alle Schwachheit, Angst und Pein
wird von mir genommen sein.

7. Seid getrost und hocherfreut,
Jesus trägt euch, seine Glieder.
Gebt nicht statt der Traurigkeit:
Sterbt ihr, Christus ruft euch wieder,
wenn die letzt Posaun erklingt,
die auch durch die Gräber dringt.

 

(Ewigkeitslied, Autor: Otto von Schwerin (1616 – 1679))

 

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Geschichte, Politik, Literatur
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